Laufen: barfuß im Herbst

Geht das?
Das geht.
Natürlich nicht von heute auf morgen.
Ist das nicht gesundeheitsgefärdend?
Bei geeigneter Herangehensweise ist sogar das Gegenteil zu beobachten.

Hier einige Erfahrungen aus meinem ersten Herbst weitestmöglich ohne Schuhe.

Nähen & laufen: Zehenschuhe an der Ferse weiter nähen


So schön und angenehm die Zehenschuhe sind,
sie passen nicht an jeden Fuß.
Manchmal lässt sich aber mit Nadel und Faden ein wenig nachhelfen.





Nähen & Laufen: Zehenschuhe reparieren

Ab 5°C abwärts schreien sämtliche Synapsen meiner Füße beim Laufen Protest und ich steige (vorerst doch noch) in Schuhe. In den Zehenschuhen fühlt sich das Laufen noch halbwegs barfuß an, ohne dass die Zehen gleich bis zum Taubwerden gefrieren, was Verletzungsgefahr birgt.
Leider löst sich die sehr biegsame, geklebte Sohle irgendwann vom Stoff, und Nachkleben hält nicht lang.
Ein klarer Fall für die Schusternähmaschine.

Häkeln: Peruanische Mütze - Chullo

Beim Laufen im Herbst ziehts schnell an den Ohren.
Eine Mütze muss her und zwar bitteschön
die eierlegende Wollmilchsau:
- richtig warm - auch an den Ohren
- auch bei Sturm und Bewegung
  nicht vom Kopf rutschend
- winddicht
- mit Wunschmotiv
da bleibt nur eins: selber machen

Backen: Faulenzerbrot

Nun ist auch die Maisernte vorbei. Auch dabei fiel Rand-Mais an und einige Kolben blieben au den Feldern liegen. Ich hab wieder Nachlese gehalten. Der Mais lässt sich vielfältig einsetzen. Zum Beispiel beim backen eines Faulenzerbrotes.


 

Kochen & backen: Ein Spätsommerfrühstück

Der lange heiße Sommer neigt sich dem Ende zu und erster Frühnebel kündigt den Herbst an.
Die Getreidefelder sind abgeerntet...aber nicht ganz.
Beim Einsatz der Riesenmaschinen bleibt an fast allen Feldern ein dünner Randstreifen Getreide stehen. Schon im vergangenen Jahr hatte ich diese Randstreifen eine Woche lang im Auge behalten ob sie nicht doch noch geerntet würden... wurden sie nicht.

 

Noch weiter laufen: 60 km in Patas de Gallico


Laufen für die Gesundheit: schön und gut. 
Ziellose Lauferei, ob hin und zurück, im Kreis oder gar um die Wette, reißt den Herrn Schlittenhundmischling und mich aber nicht gerade vom Hocker.
Seit ein paar Wochen laufen wir  an 2 Tagen pro Woche den Weg zur Arbeit und nach Hause.
Nun wollen wir weiter.

Weben: eine kleine Grasmatte

Seit langem will ich mal eine beobachtete Flecht- bzw. Webtechnik erproben.
Bevor's an eine große Matte oder gar Tasche geht, fange ich klein an. Mit einem derben scharfkantigen Gras, am Vortag gesammelt und über Nacht zum Anwelken liegen gelassen.

Weiter laufen: Patas de Gallico

Durchgerannte Sohlen
Für diesen Sommer sollten die Patas keine Gummisohlen erhalten? Peifedeggel.
Nach 3 Wochen täglichen Rennens über Asphalt, Feldwege und Schotterpisten sind die Ledersohlen durchgelaufen.
Aaaalso doch wieder Gummisohlen.
Aber auf die Innenseite soll trotzdem Leder.

Laufen: Patas de Gallico

Patas auf Fieskies
Bevor man in Huaraches rennen kann muss man erstmal wieder laufen lernen und zwar natürliches Laufen. Das liest sich erheblich bequemer als es ist...

Schustern: Patas de Gallico

Eigentlich heißen sie "Patas de Gallo" (Hahnen- bzw. Krähenfüße) und sind die Langstreckenläufer-Variante der Huaraches, südamerikanischer Lederriemenschuhe, die eine eigene Kunstform bilden.
Heutige Huarache-Sohlen bestehen meist aus metallfreien Auto- oder Motorradreifen. Früher bestanden sie aus mehreren Schichten Leder. Die Schnürung ist je nach Region und Zweck reich verziert und jeder Schuster hat seinen eigenen Stil (den er übrigens beständig weiterentwickelt).

Nähen: öfter mal was versäumen

...oder pimp my pants.
Jeder, der Lieblingskleidung trägt bis sie vom Leib fällt, kennt das: gerade wenn die Jeans richtig eingetragen sind, beginnen sie auch schon an den Taschen und den Unterkanten auszufransen.
Das ist zwar anfangs schick, bald aber unansehnlich oder schon lumpig und verkürzt die Gebrauchsdauer erheblich.

Schnitzen: Pälzer Peif ohne Deggel

pfälzisch "Peifedeggel" = Pustekuchen

Ein kleines Schnitzprojekt. Man nehme eine Astgabel von gut getrocknetem Obstholz - hier wars Kirsche - Säge, Bohrer, Schnitzmesser, Schleifpapier, ein wenig Öl und viel Gefühl. Das ist erforderlich, damit sich die Bohrung im Pfeifenkopf und die im Arm treffen und beides nicht zu tief wird.

Kleinstgärtnern: Vitamin F(ensterbank)

Früheste Frühjahrskost in Form von Sprossen zu ziehen, ist gar nicht so schwer.
Für unsere Breitengrade eignen sich beispielsweise Roggen, Buchweizen, Linsen, Erbsen hervorragend. Sie keimen in kurzer Zeit auch bei wenig Wärme und kurzen bewölkten Tagen.

Backen: rezeptfreies Frostbrot

Roggenschrot-Brote mit Sauerteig aus dem Handgelenk backen ohne Zutatenabwiegen, klingt recht einfach.
Ists auch. Nach ungefähr neun Jahren regelmäßgen Brotbackens.

Häkeln: neue Schucken

Nach gut 7 Jahren zeigen die Häkelsocken aus Rohwolle an Ferse und Spitze erste Löcher. Gleich gestopft, ätsch.
Nach einer Woche ein neues Loch, direkt neben dem Gestopften, ätsch.
Hilft nix, durchgelaufen.
Die Bezeichnung Schucken tragen sie, weil sie ein Zwischending aus  Schuhen und Socken sind...
und Sohen blöd klingt.

Braucht das Internet echt noch nen Blog?

Die Frage geistert mir schon länger durch den Sinn...die Antwort auch:
Ja.
Warum?
Viele nützliche Ratschläge und Anstöße hab ich selber in Blogs gefunden.
Dankeschön.
Warum nicht etwas zurückgeben?
Bitteschön.

Willkommen.
Fragen, Anregungen, Tippfehlerhinweise und zielführende Kritik sind ebenfalls willkommen
Wie die Gegenstände und Gedanken sind auch alle Fotos, die den Blog begleiten, selbstgemacht.
Montag, 20. Januar 2020... gutes Datum, um was zu beginnen.